Jürgen Kellermann
DE- Süd-Korea

Herkunftsland

Deutschland

Austauschland

Süd-Korea

Tätigkeitsbereich

Fertigungskoordination Bosch Power Tools

Manchmal läuft eine Auslandsentsendung trotz professioneller Vorbereitung nicht nach Plan. Dies haben Jürgen Kellermann und seine Ehefrau Katharina erfahren müssen. Deren Entsendung ist nach zahlreichen Vorbereitungsseminaren und der Abschiedsparty wenige Tage vor Abholung des Seecontainers gestoppt worden. Letztendlich haben es beide nicht bereut.

Jürgen Kellermann arbeitete bislang bei Bosch Power Tools in der weltweiten Fertigungskoordination. Durch seine Arbeit hat er in den letzten Jahren weltweit viele Kontakte geknüpft. Zur Debatte stand anfangs eine Ausreise nach Italien, aber auch nach China, wo Herr Kellermann seine Chinesisch-Kenntnisse aus seinem letzten Auslandsaufenthalt nutzen wollte. Nach intensiver Prüfung hat sich das Ehepaar mit Südkorea für ein drittes Land entschieden.

Seine neue Aufgabe in der Batteriezellfertigung war deshalb so reizvoll für Herrn Kellermann, weil sie es ihm ermöglichte sein Know-how aus der Bosch Entwicklung und Fertigung mit der Expertise von Samsung im Bereich Batterien zusammen zu führen. Das Ehepaar Kellermann hatte zum Ziel, dass beide in Südkorea einen Job finden. Frau Kellermann kommt aus dem Controlling und sollte bei Bosch Rexroth im Bereich Finance and Controlling arbeiten. Einzig die Frage, ob sie ein Arbeitsvisum erhält, war noch nicht ganz geklärt. Mit dem Auslandsaufenthalt wollten beide ihren Horizont erweitern und ihre Persönlichkeit weiter entwickeln. Das Ausland als Karrierebaustein war zweitrangig. Es geht darum neue Schritte zu gehen und eine andere Kultur zu erleben.

Mit der Organisation seines Auslandsaufenthalts ist Jürgen Kellermann überaus zufrieden. Bosch hat alles super geregelt. Die zahlreichen Checklisten, die kompetente Koordination, einfach alles hat gestimmt. „Man hat Experten an der Hand, wie z.B. die Länderberater“, zieht er zufrieden Bilanz. Auf der Inforeise, die Bosch ihm angeboten hatte, konnte Herr Kellermann zusammen mit seiner Frau eine Woche lang das Land ungezwungen kennen lernen. Dank guter Vorbereitung des Relocation-Service hatte das Paar bereits während der Inforeise eine schöne Wohnung am Strand gefunden. Ohne vorgegebenen Zeitplan nutzten sie die Gelegenheit sich frei zu bewegen und alles anzuschauen. Das Ziel der Reise war es, aus sich heraus „ja“ zu sagen, bevor der Arbeitsvertrag unterschrieben wird.

Zurück in Deutschland liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Der abrupte Stopp der Entsendung seitens des Joint Venture Partners war für das Ehepaar Kellermann ein großer Schock. Sie hatten bereits u. a. ihre Mietwohnung, aber auch ihre Arbeitsstellen gekündigt und zudem die Nachfolger eingearbeitet. Kurzum der deutsche Wohnsitz war abgemeldet und gedanklich waren die beiden bereits in Asien. Dank der schnellen und unkomplizierten Unterstützung der deutschen Tochtergesellschaft des Joint Ventures als auch der Bosch Zentralabteilungen wurde das Ehepaar aufgefangen und die entstandenen Kosten für die Entsendung wurden umgehend erstattet. Frau Kellermann arbeitet nun als Controllerin in der deutschen Tochtergesellschaft des Joint Ventures und fühlt sich dort sehr wohl. Jürgen Kellermann ist inzwischen zu Bosch zurück gewechselt und freut sich, dass er die Gruppenleitung für Batterieprüftechnik und Leistungselektronik übernehmen konnte.

„Dank des guten Krisenmanagements hat in Summe alles ein gutes Ende genommen und meine Frau und ich können uns auch weiterhin eine Entsendung ins Ausland vorstellen“, fasst Jürgen Kellermann abschließend zusammen.

(Interview: 20.06.2012)