Gianluca Delcuratolo
Italien (Bari) – DE

Herkunftsland

Italien

Austauschland

Deutschland

Tätigkeitsbereich

Diesel Systems Support und Testing

Gianluca Delcuratolo arbeitet bei Bosch Diesel Systems im Bereich Support und Testing. Sein Team beschäftigt sich vor allem mit der technischen Qualität der Fahrgestelle. Vor einem Jahr wechselte er vom Standort Bari nach Feuerbach.

Anreiz für den Wechsel war seine Freundin, die ebenfalls Mitarbeiterin bei Bosch – als Expat nach Deutschland ging. Außerdem lockten ihn die vergleichsweise besseren Karrieremöglichkeiten.

Seine Aufgabe in Feuerbach unterscheidet sich kaum von seinem früheren Job in Italien. Lediglich die Größe des Standorts hat sich verändert. Im Gegensatz zur Zentrale in Stuttgart besteht der Standort Bari aus nur etwa hundert Mitarbeitern. Herr Delcuratolo würde auch anderen empfehlen für die Arbeit nach Deutschland zu kommen. Als Hauptgrund nennt er die sehr gute Arbeitsweise. Die gründliche, deutsche Organisation führe dazu dass die Arbeit hier besser strukturiert und teilweise weniger stressig sei.

Die organisatorische Seite seines Aufenthaltes in Deutschland empfand er als relativ einfach. Behördengänge stellten kein Problem dar, unterstützt wurde er vom Relocation Service. Die für ihn zuständige Dame half eine Wohnung zu finden und begleitete ihn zum Rathaus, um die nötigen Formulare auszufüllen.

Schwieriger war es jedoch mit den Deutschen in Kontakt zu kommen, die ihm im Vergleich zu den Italienern verschlossener erschienen. Sie bleiben lieber unter sich in ihrem Freundeskreis. „It´s hard to break the ice“, erinnert er sich. Auch die Sprachbarriere war zu Beginn ein Problem, da er ohne sprachliche Vorkenntnisse kam. Heute spricht er mit seinen Kollegen sowohl Deutsch als auch Englisch.

Gewöhnungsbedürftig an Deutschland findet er vor allem das unbeständige Wetter. Wenn er morgens mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt, kann es sein, dass es abends regnet. „I miss the sea and the climate“, sagt der gebürtige Süditaliener. Alle zwei bis drei Monate besucht er deshalb seine Eltern, Brüder und Freunde in Italien.

(Interview: 17.06.2011)