Marco Zehe mit Frau Beate und den Töchtern Luna und Coco
DE - Shanghai

Herkunftsland

Deutschland

Austauschland

China

Tätigkeitsbereich

Kundenteamleiter Geschäftsbereich Electrical Drives

Momentan arbeitet Marco Zehe noch als Kundenteamleiter für Volkswagen im Bosch Geschäftsbereich Electrical Drives (ED) in Braunschweig. Als Expat in Shanghai wird er Verkaufsleiter von Bosch für den Kunden VW im Raum Asia-Pacific sein, sozusagen als Vertreter aller Geschäftsbereiche von Bosch gegenüber VW. Der Schwerpunkt wird dabei auf China liegen, dazu kommen aber außerdem Indien, Thailand und Malaysia. Auslandserfahrung hat Herr Zehe schon 1999 als Praktikant für Bosch in den USA gesammelt.

Den Plan ins Ausland zu gehen hatte das Ehepaar Zehe schon länger. „Einerseits hat es uns immer gereizt, andererseits hatte ich in letzter Zeit etwas gehofft, dass es doch an uns vorbeigehen würde“, schmunzelt Frau Zehe. Ausschlaggebend für die Entscheidung das Angebot in Shanghai anzunehmen, war letztendlich die Inforeise, welche sie als informativ und gleichzeitig beruhigend erlebt haben. Die Gelegenheit einen Einblick ins Land und in die Kultur zu bekommen und sich alles in Ruhe anschauen zu können kann helfen ggf. vorhandene Vorurteile zu beseitigen. Beispielsweise war die Familie beeindruckt vom hohen Standard der Ausstattung in Schule und Krankenhaus. Begeistert waren sie dabei vor allem von der Deutschen Schule in Shanghai, auf welche die beiden Töchter Luna und Coco gehen werden.

Sehr wichtig war für die Zehes die Möglichkeit sich auf der Inforeise mit deutschen Kollegen und deren Familien vor Ort auszutauschen, deren unvoreingenommene Berichte wichtig sind, um sich ein Bild zu machen. Sie können auch gute Tipps geben, da sie vor kurzem vor denselben organisatorischen Herausforderungen standen. Mit den zukünftigen Kollegen haben Beate und Marco Zehe dann auch schon spontan eine Kurz-Reise nach Hainan, China im Oktober gebucht. Der Zeitpunkt der Inforeise sollte einerseits für die Entscheidungsfindung nicht zu spät stattfinden, andererseits auch nicht zu früh aufgrund der Verbindlichkeiten bei der Wohnungssuche.

Die Kinder gehen gut damit um, bald für eine Zeit in China zu leben. Die Große freut sich auf die Schule und zu Weihnachten ist ja auch schon ein „Urlaub“ in Deutschland geplant. Mindestens drei Jahre soll der Aufenthalt in Shanghai dauern. In Gesprächen mit anderen Expats stellte das Ehepaar Zehe fest, dass viele danach nicht sofort zurück wollen. Wichtig finden beide, dass der Partner eine Tätigkeit vor Ort hat, die ihn ausfüllt. Momentan arbeitet Frau Zehe in Teilzeit. Ihr Unternehmen hat eine Tochtergesellschaft in der Nähe von Shanghai, so dass sie dort eventuell die Gelegenheit hat, weiter zu arbeiten, sofern dies nicht an der Hürde der Arbeitserlaubnis scheitert

Die Vorbereitung ihres Auslandsaufenthaltes ist zeitintensiv, weshalb sie ihren Sprachkurs nur einmal pro Woche besuchen. Nach der Erfahrung ihrer zukünftigen Kollegen reicht es aber aus, sich erst vor Ort intensiver mit der Sprache zu beschäftigen.

Von dem Aufenthalt im Ausland verspricht sich Herr Zehe die wichtige Erfahrung für seine Kinder, andere Kulturen kennenzulernen und die damit verbundene Rücksichtnahme zu lernen. Sie sollen von der Internationalität profitieren. Für ihre Kinder ist es einfacher auf eine Deutsche Schule zu gehen, für Marco und Beate Zehe selbst war es zunächst nicht ganz so wichtig, ob auch andere Deutsche vor Ort sind. Positiv überrascht waren sie davon wie viel sich Bosch auch um die Ehepartner kümmert die mit ins Ausland gehen. Die Idee einer eigenen Informations-Plattform für Expats finden sie sehr gut.

(Interview: 17.06.2011)