Anja Dillinger
DE – China (Suzhou)

Herkunftsland

Deutschland

Austauschland

China

Tätigkeitsbereich

Corporate Sector Information Systems and Services

Anja Dillinger arbeitete im IT Bereich beim Corporate Sector Information Systems and Services (CI), bevor sie nun für Bosch nach Suzhou in China ging

Nach ihrem Studium an der Berufsakademie war sie direkt bei Bosch im Bereich Qualitätssicherung und Anwendungsentwicklung für SAP eingestiegen. Als Beraterin war sie dabei nicht nur in Feuerbach tätig sondern auch immer wieder für internationale Projekte auf Geschäftsreisen in Mexiko und den USA.

Die Erfahrungen und Eindrücke während ihres High School Jahr in den USA hatten sie neugierig werden lassen auf die Welt, andere Kulturen und Menschen.

Für China sprach bei der Entscheidungsfindung unter anderem die Sicherheit im Alltag. Mexiko wäre für die SAP-Beraterin aufgrund ihrer Erfahrungen von Geschäftsreisen eher nicht in Frage gekommen. „Man konnte nur in Gruppen weggehen und die Kollegen mussten ständig auf mich aufpassen“, erinnert sie sich. Suzhou kannte sie außerdem bereits aus einem Praktikum während ihrer Studienzeit. So konnte sie die Inforeise sehr gezielt planen, bevor Anfang Juli 2011 ihr neuer Job in China begann.

Für ihr damaliges Praktikum wohnte sie in einer chinesischen Gastfamilie. Die Zeit beschreibt sie als sehr interessant, die kulturellen Unterschiede seien jedoch sehr groß, so dass es schwierig sei etwa enge Freundschaften zu knüpfen. Die Entscheidung ein zweites mal nach China zu gehen fiel ihr daher auch nicht ganz so leicht, wie man denken könnte. Auf der Inforeise hat Anja Dillinger vor allem nach „heimischen Dingen“ Ausschau gehalten wie etwa ausländischen Restaurants oder Buchläden. „Mehr die Aufgabe als das Land“, war ihr Antrieb nach China zu gehen. Auch nutze sie die Reise um sich Wohnungen anzusehen und herauszufinden wo die schönsten Compounds sind.

Bei ihrem ersten Aufenthalt in China lernte Frau Dillinger bereits etwas Chinesisch. Sie findet es wichtig, sich zu darum zu bemühen wenigstens ein wenig verstehen und sprechen zu lernen bevor man ins Land geht. Sie sieht Sprachkenntnisse als ein Zeichen des Respekts und als aktives Zugehen auf die fremde Kultur. Zudem spricht kaum jemand auf der Straße Englisch, weshalb es noch wichtiger ist, sich auf Chinesisch verständigen zu können.

Die Vorbereitung der Expats durch Bosch beurteilt Frau Dillinger als erstklassig. Der „Service-Gedanke“ sei deutlich spürbar. Auch das Seminarangebot bot viele interessante Themen. Verbesserungswürdig sei lediglich die Abstimmung zwischen der lokalen Personalabteilung in Shanghai, welche auch für Suzhou zuständig ist, und der zuständigen Abteilung in Deutschland. Zwar kennt sie schon einige zukünftige Kollegen durch aktuelle Projekte oder noch aus Praktikumszeiten. Zusätzlich hätte sie es gut gefunden, wenn Bosch im Vorfeld des Aufenthalts Kontakte zu anderen Mitarbeitern, die zur selben Zeit ins gleiche Land gehen, hergestellt hätte.

(Interview: 17.06.2011)